Laura & Luis

Einmal mehr erinnert mich Gott an einen alten Film aus meinen Kindertagen. In der ZDF-Weihnachtsserie, Laura und Luis, sehe ich mein Bild der Türe wieder. Ein Theologiestudent und Jesuit wird in Mailand von drei Kindern bestohlen. Sie gehören einer Verbrecherbande an, deren Köpfe Kinder kauft oder entführt, um sie als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. Dieser junge Mann namens Sebastian versucht die Kinder zu retten, was ihm schliesslich gelingt, zusammen mit einer jungen Italienerin namens Giuliana.

Giuliana steht Sebastian zur Seite, ermutigt und unterstützt ihn. Zusammen versuchen Sie den geretteten Kindern in der ersten Zeit einen familiären Rahmen zu bieten, bis die einen ihren Elteren zurück gegeben oder eine anderweitige Betreuung für sie gefunden werden konnte. Andere Kinder, darunter Laura und Luis, flüchten auch und beginnen ein unabhängiges Leben, ausserhalb gesellschaftlicher Wunschvorstellungen, in ehrlicher Arbeit.

Gemeinsamkeiten

In diesem Film sehe ich Gemeinsamkeiten mit den anderen Serien „Die Schwarzen Brüder“ und „Timm Thaler„: Beziehung, Auftrag, Berufung, Mut, Entschlossenheit, Vaterschaft, Italien. Die Hilfe geschieht durch eine vertrauensvolle Beziehung und Vaterschaft. Sie wird angeboten, muss in Anspruch genommen werden und ist eine freie Entscheidung. Der Mut und das Vertrauen lassen sich nicht einschüchtern. 

Diese Gemeinsamkeiten verstehe ich als Türrahmen, meiner sich öffnenden Türe, welche ich im Himmel gesehen habe. Ich bin gespannt, mehr zu entdecken.

Erkannt

Heute wird mir wieder bewusst, dass nur Gott einen Platz für die Frau an meiner Seite schaffen kann. Er will meine grösste Liebe sein. Das habe ich vor langer Zeit erkannt. Ich habe in seinen Willen eingewilligt. Deshalb steht es ihm alleine zu, diesen Platz zu schaffen. 

Im Film sehe ich, wie Sebastian sich dieser Frage ernsthaft stellt. Er nimmt sich eine Auszeit von einem Jahr dafür. Erst dann entscheidet er, ob er mit seinem Studium fortfährt. Auch der Arzt in „Die Schwarzen Brüder“ hat eine Freundin. In beiden Geschichten bleibt die Frage nach einer Ehe-Beziehung offen. 

Gott wirbt um mein männliches, abenteuerlustiges Herz. Ich sitze auf einem sonnigen Felsen über dem Lago Maggiore und blicke in Richtung Italien. Dieser Augenblick hat etwas vollkommenes, vereint alles, was sich mein Herz gerade wünscht. Ein Moment der Schönheit, des Friedens und der Freude mit meinem Gott. Ich fühle mich wieder einmal vollkommen erkannt, geliebt und verstanden.