Erinnert
Kürzlich konnte ich mich endlich an den Namen eines Films erinnern, der in Zusammenhang mit einer Traumszene steht, die mir nicht mehr aus dem Kopf ging: Die Schwarzen Brüder.
Als ich mich endlich an den Namen des Films erinnerte, hatte ich den Drang das Buch zu lesen. Es ist sehr empfehlenswert, sehr bewegend und tief traurig. Auf die Geschichte möchte ich hier nicht weiter eingehen. Informationen können z.B. unter Wikipedia nachgeschlagen werden.
Hier möchte ich einfach kurz berichten, wie sehr ich mich in dieser Erzählung, die auf wahren Tatsachen beruht, wiedergefunden habe. Als Junge habe ich offenbar meine eigene Geschichte der Ablehnung und Einsamkeit, meinen ganzen Schmerz und Trauer „hineingeschrieben“. Als ich das Buch nun las, konnte ich meine eigene Vergangenheit wieder „herauslesen“.
Loslassen
Es war überwältigend. Im Buch stirbt der beste Freund Gorgios und die schwarzen Brüder stehen am Grab. Mir war es, als stünde ich am Grab meines eigenen Schmerzes und meiner Trauer von damals. Ich kam damit wieder in Berührung und konnte endlich darüber trauern, was ich vor so langer Zeit in diesem Loch verscharrt hatte und vergessen wollte. Gott trauerte mit mir und dieses Erlebnis war sehr befreiend. Endlich konnte ich diese unbestimmte Trauer, die mich schon so lange verfolgte, erkennen und loslassen.
Aufbruch
Es ist bemerkenswert, wie der weitere Verlauf des Buches Ähnlichkeiten mit meinem Leben hat. Gott zeigte mir Stück für Stück diese Parallelen. Ich kann meinen Weg der Heilung und Wiederherstellung und des Wachstums darin wieder erkennen. Doch zeigte mir Gott einmal mehr auch meinen Auftrag darin, nämlich, mich nicht auf dem Geschenk der Heilung auszuruhen, sondern mich aufzumachen und meinen Brüdern von diesem Wunder zu erzählen und sie auf ihrem eigenen Weg zu Gott zu begleiten. Halleluja!
3. April 2010
Ein Gedanke zu „Die Schwarzen Brüder“
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