So einfach wie atmen

Erneut erlebe ich, wie Gott mich durch die Impulse von Oswald Chambers in „Mein Äusserstes für sein Höchstes“ anspricht und mich herausfordert. Was er sagt,  begeistert mich geradezu. Deshalb teile ich es hier:

Aus der Intimität mit Gott geleitet durch meine Alltagsentscheidungen

„Was uns mit Gott so eng zusammenschließt, das sind nicht so sehr seine großen Geschenke an uns, sondern die kleinen, unauffälligen Dinge, denn sie zeigen, wie erstaunlich eng er sich mit uns verbunden hat: Er kennt auch die kleinste Einzelheit unseres Lebens.

„Zuerst möchten wir erkennen, dass Gott uns leitet. Aber dann, wenn wir geistlich wachsen, leben wir so im Bewusstsein seiner Gegenwart, dass wir gar nicht mehr zu fragen brauchen, was er will, weil uns gar nicht einfallen würde, etwas anderes zu wollen. Wenn wir gerettet sind und Gott gehören, leitet er uns durch unsere Alltagsentscheidungen.“ S. 243

Im Hier und Jetzt Gott schauen, ihm danken und ihn anbeten

„Aber wenn wir länger in seiner Nähe leben, erkennen wir, dass Gott hier und jetzt, in diesem Augenblick sich verherrlicht. Wenn wir Gottes Zusage sicher haben, bekommen wir eine ganz erstaunliche Kraft und dann lernen wir zu singen und ihn zu loben, auch im normalen Alltag.“ S. 245

Mich auf Gottes Zusagen stellen, wie auf festen Grund.

„Bist du dabei zu lernen, zuerst auf Gott zu hören und dann zu reden, oder sagst du etwas und versuchst dann, Gottes Wort dem anzupassen, was du gesagt hast? Halte fest, was der Vater dir verspricht, und dann sage mutig: »Ich will mich nicht fürchten.« Es kommt nicht darauf an, was für Unrecht oder Unglück uns bedroht, denn »der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen …«“ S. 246

Mein Wille ist eine Gabe Gottes und sein in-mir-wohnen vollbringt ihn.

„Dein Wille stimmt mit Gott überein, aber dein natürliches Wesen nimmt dir die Kraft zu tun, was du als richtig erkennst. Sieh Jesus an, dann findest du jedes Mal, dass dein Wille und dein Gewissen mit ihm übereinstimmen. Was dich reizt zu sagen: »Ich will nicht gehorchen«, das ist nicht so tiefgreifend und eindringlich wie dein Wille. Das ist launenhaft oder eigensinnig und das ist nie im Einklang mit Gott. Was das Wesen eines Menschen im Tiefsten bestimmt, ist nicht die Sünde, sondern sein Wille. Der Wille ist das Wesentlichste, das Gott im Menschen geschaffen hat.“ S. 247

„Deine normalen Entscheidungen stimmen mit Gottes Willen überein und diese Lebensweise wird dir so natürlich wie atmen. Eigensinn ist dumm und hindert dich, er will keine Einsicht annehmen und steht damit neuer Einsicht im Weg. Glaube ich, dass mein Wille vom allmächtigen Gott kommt? Gott erwartet nicht nur, dass ich seinen Willen tue, er ist selbst in mir, um ihn zu tun.“ S. 248

Ein in Jesus bleibender Jünger IST der Wille Gottes.

„» Wenn ihr in mir bleibt ..« – das heißt, wenn ihr stetig vom Mittelpunkt aus handelt, denkt und arbeitet – »werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren« (Joh 15,7). Bleibe ich in ihm? Nehme ich mir die Zeit dazu? »Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun …« Ein Jünger, der in Jesus bleibt, ist der Wille Gottes, und was aussieht wie seine freie Entscheidung, ist in Wirklichkeit das, was Gott schon lange beschlossen hat. Klingt das unlogisch oder kommt es dir völlig absurd vor? Tatsächlich scheint es so, aber es ist wahr und für den, der Gott gehört, etwas ganz Besonderes.“ S. 249

Mein ALLES Gott überlassen, von ihm getragen; mich auf ihn einlassen.

„Lass alles, was dein Leben ausmacht, frei schwimmen, nur von Gott getragen, und begib dich auf die Reise auf der großen Flut, die Gottes Plan ist, dann werden dir die Augen geöffnet. Wenn du an Jesus glaubst, sollst du nicht dein ganzes Leben im ruhigen Wasser des Hafens verbringen, zwar voll Freude, aber immer am Dock festgebunden. Du musst aus dem Hafen und ins tiefe Wasser kommen, dahin, wo Gott sein Wesen zeigt, und die Dinge selbst kennen lernen – geistliches Urteilsvermögen entwickeln.“ S. 250, 2Thim 1,12

„Es ist der Heilige Geist, der alles, was Jesus für dich getan hat, in deinem Leben verwirklicht.“ S. 252

An der Strandpromenade von Follonica, IT

Dem Mut und der Entschlossenheit Raum geben

„Es gibt Dinge, deretwegen braucht man nicht zu beten – zum Beispiel Launen. Launenhaftigkeit werden wir nie durch Beten los, aber dadurch, dass wir sie rigoros aus unserem Wesen verbannen. Stimmungen haben ihre Ursache fast immer in einer bestimmten körperlichen Verfassung, nicht in unserem Wesen selbst!“

„Das Problem, das die meisten von uns belastet, ist dass wir nicht wirklich wollen. Bei einem Christen kommen der Mut und die Entschlossenheit, die Gott hat, in seinem natürlichen Wesen zur Wirkung.“ S.220