Angekommen

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Meine Reise zum CTA

Mein Abenteuer begann, als ich im März 2017 meinen Prüfungsvertrag mit der EATA abschloss, um die Prüfung zum Zertifizierten Transaktionsanalytiker (CTA) abzulegen. Heute vor einer Woche, vier Jahre später, bin ich endlich angekommen und habe die mündliche Prüfung erfolgreich bestanden. Ich bin nun ein CTA!

Hier möchte ich kurz beschreiben, was ich mit Gott unterwegs erlebt und gelernt habe. Ich ehre ihn dafür, dass er mich geführt und ans Ziel gebracht hat. Ich bin angekommen und es fühlt sich grossartig an! 

Die Chroniken von Narnia sind dabei für mich zu einem Bild meiner Reise geworden, besonders „Die Reise der Morgenröte“. Diese Geschichte erzählt von vielen Prüfungen, Herausforderungen und Entwicklungen der Hauptfiguren. Auch ich habe in diesem Prüfungsprozess nochmal viel über mich gelernt und konnte alte Denk- und Verhaltensmuster loslassen.

Ablegen

Kurz nach meiner Entscheidung, die CTA-Prüfung zu machen und mit der schriftlichen Arbeit zu beginnen, zerbrach die Beziehung mit meiner Verlobten. Ein Trauerprozess begann, der über ein Jahr dauerte. Meine Erkenntnisse beschreibe ich unter „Der Froschkönig“. Gott liess mich dadurch in meiner Beziehungs- und Konfliktfähigkeit weiter reifen.

Nach einem halben Jahr fasste ich wieder Mut, mit der Arbeit zu beginnen. Ich hatte den Eindruck, als würde ich „die Anker lichten und ablegen“. Ich hatte unterwegs auf einer mehrtägigen Wanderung ein Bild im Himmel gesehen, von einer sich öffnenden Türe. Das ermutigte mich sehr, wenn ich auch nicht wusste, was das zu bedeuten hatte. Es folgten aber kurze Zeit später gesundheitliche Probleme und private Schwierigkeiten in meiner Wohnsituation. Diese beschäftigten mich bis im Frühsommer 2018. In dieser Zeit lernte ich viel über meine Grenzen und mein Muster, andere zu schützen und zu schonen, statt ihnen die Realität zuzumuten. In mir wuchs der Wunsch, ein Leben in Hingabe an Gott zu leben. 

Hingabe

Anfang August 2018 hatte ich ein Schlüsselerlebnis – eine tiefe Begegnung mit Gott, verbunden mit dem Loslassen der früheren Beziehung. Ich erkannte, dass Gott mir den Auftrag gab, diese CTA-Prüfung zu machen. Bis dahin war es mein persönlicher Wunsch und Ziel. Ab diesem Moment wusste ich, dass auch Gott dies von mir wollte und die Prüfung eine Notwendigkeit darstellte, um durch diese „offene Tür“ hindurch gehen zu können.

Ich begann konkret mit der schriftlichen Arbeit, welche den ersten Teil der CTA-Prüfung darstellt. Ich bekam Freude an der Arbeit und hatte das Ziel, sie im folgenden Frühjahr abzugeben. Erneut kam es anders, denn die gesundheitlichen Probleme kamen zurück und stärker denn je. Sie hielten mich während eines Vierteljahres davon ab, weiterzuarbeiten. Während dessen lernte ich Anfang November zu meiner grossen Freude und als ein Wunder, meine heutige Frau kennen. Darüber schreibe ich unter „Etwas Neues II“.

Im März 2019 verlobten wir uns und ab diesem Zeitpunkt planten wir gemeinsam. Gesundheitlich ging es mir inzwischen besser. Ich hatte mir Anfang Jahres überlegt, wie ich die schriftliche Arbeit in diesem Jahr schreiben könnte und welche Arbeitsweise mir am besten entspricht. Diesen Plan setzte ich in die Tat um. Lange Zeit kam ich denoch nicht in Fluss. Ich hielt mich mit „korrekten“, präzisen Formulierungen auf. Ich erlebte einen Durchbruch, als ich erkannte, dass ich nicht länger gegen das innere Bild eines Verlieres kämpfen und das Gegenteil beweisen musste. Ich lernte, dass ich auch nicht meinem Vorbild nacheifern muss. Stattdessen darf ich mich selbst sein und meinen eigenen Stil anwenden. All das, was ich über meine Identität gelernt hatte, bekam eine tiefere Bedeutung und ich verinnerlichte es noch mehr.

Dabei hat mich meine Frau immerzu ermutigt und unterstützt. Sie gab mir den Freiraum für meine Arbeit und meine Lernprozesse. Sie hielt mir den Rücken frei und war mir eine echte Freundin.

Mein Ziel war es, vor unserer Hochzeit im Mai 2020 die schriftliche Arbeit abzugeben. Da ich viel Zeit für meine persönlichen Prozesse benötigt hatte, wurde die Zeit bis zum Abgabetermin langsam knapp. Bis vor Ostern hatte ich den letzten Teil der vierteiligen Arbeit noch nicht geschrieben. Dafür stand nur noch das Osterwochenende zur Verfügung. Im vierten Teil der Arbeit sollen Fragen zur TA-Theorie beantwortet werden. Ich benötigte dringend Gottes Hilfe und bat ihn darum. Und tatsächlich erlebte ich seine „Auferstehungskraft“ am Ostersonntag. Es war ein wahrer Durchbruch. Endlich floss es nur so aus mir heraus und ich konnte den ganzen Tag schreiben. Am Sonntagabend hatte ich den vierten Teil komplett und konnte ihn am Ostermontag überarbeiten.  

Schliesslich reichte die Zeit bis zur Hochzeit, um die Arbeit von meiner ehemaligen Lehrenden lesen zu lassen, sie zu besprechen und abgabefertig zu machen. Ich konnte sie rechtzeitig einreichen. Das war ein bedeutender Moment für mich und ich war sehr erleichtert. Welch eine Freude war es dann, als ich die Bewertung des Markers in den Flitterwochen erhielt! Ich hatte gut bestanden und die erste Hürde zum CTA erfolgreich genommen.

"Mache dich auf, werde licht!"

Nach der Sommerpause bereitete ich mich auf die mündliche Prüfung vor, welche im November 2020 angesetzt war. In dieser Prüfung geht es darum, drei 5-Minuten-Ausschnitte aus eigenen Audioaufnahmen mit Klienten vorzustellen und dabei die eigene Beratungsarbeit mit Klienten zu vertreten. Eine weitere Sequenz ist die „Professionelle Selbstdarstellung“, in der ich mein Beratungskonzept und -verständnis präsentiere.

In dieser Vorbereitungszeit trainierte mich Gott nochmals, mich zu zeigen und selbstbewusst zu vertreten. Ich lernte, das Kostbare zu sehen und zu achten, dass ich in der Beratung bewirke, dieses zu benennen und in TA-Sprache zu konzeptualisieren. Ich erlebte, wie ich mich noch tiefer mit mir selbst versöhnte. Gottes Ja zu mir drang noch tiefer in mein Innerstes vor. Meine wunderbare Frau trug mit ihrer Liebe dazu bei. Sie unterstütze meine Fokussierung auf die Prüfung und motivierte mich. Dafür bin ich ihr von Herzen dankbar.

Aufgrund der Pandemie wurde die mündliche Prüfung vor Ort im November abgesagt. Stattdessen organisierte die DGTA in bewundernswert kurzer Zeit online-Prüfungen, was es zuvor noch nicht gab. Was für mich erst unvorstellbar schien, wurde mir schliesslich möglich und ich erklärte mich bereit, eine online-Prüfung im März 2021 abzulegen. 

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Schliesslich war es soweit – der Prüfungstermin war endlich da. Ich erlebte die online-Prüfung als sehr wertschätzendes Fachgespräch auf Augenhöhe. Die Zeit war im nu vorüber. Ich bestand mit sehr guter Bewertung und bin nun CTA! 

Ich fühle eine grosse Erleichterung und riesige Freude. Endlich bin ich angekommen. Gott hat mich ans Ziel gebracht und mich durch die „offene Tür“ hindurchgeführt. Was mich auf der anderen Seite erwartet, hat Gott bereits im Sommer letzten Jahres offenbart. Es hat bereits begonnen und entwickelt sich laufend weiter – die MIRcommunity.