Hingabe

Vor einem Jahr hat mich Gott Mut und Entschlossenheit gelehrt, mich bestärkt und erinnert. Nun lehrt mich Gott Hingabe. Er lehrt mich zwei Verse: Römer 12, 1 und Kolosser 3, 17.

Hingabe bedeutet für mich, auf Gott einlassen, mich ihm zu weihen, mein Leben, mein Selbst, meinen Körper  – alles ihm hinzugeben. Nichts zurückzuhalten, ihm nichts vorzuenthalten, nicht zu zaudern oder zaghaft zu sein. Hingabe bedeutet, mich ihm zu verschenken. (Röm 12,1)

Unter Hingabe verstehe ich auch, ihm mein Reden und Handeln zu unterstellen und alles zu unterlassen, was ich nicht in seinem Namen tun oder sagen kann. (Kol 3,17)

Kol 3,17 in der reformierten Kirche Müllheim

Wie unter Etwas Neues beschrieben, ist Jesus das Vorbild: sein eins-sein mit dem Vater, seine Vertrautheit mit ihm, sein vollkommener Gehorsam, sein absolutes Vertrauen in den Vater. Ich darf von ihm lernen. 

siehe dazu „Leben mit Ziel

Am Wochenende vom 4./5. August erlebte ich etwas unaussprechliches, etwas wofür es keine Worte gibt oder sie unzureichend und unbeholfen wirken. Ich fühle ein zugeordnet-sein, ein angekommen-sein in der Gemeinschaft mit Gott. Ich fühle einen übernatürlichen, bleibenden Frieden, eine riesige Freude an Gott und an mir selbst; den übermächtigen Wunsch, mich selbst zu verschenken an ihn.

So stelle ich mir das Empfinden eines frisch verheirateten Ehemannes vor. Etwas vergleichbares habe ich noch nicht erlebt. Die Freude an Gott übertrifft alles.

Omnia Ad Maiorem Dei Gloriam (Alles zur größeren Ehre Gottes)

„Nimm hin, Herr, und empfange meine ganze Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, all mein Haben und Besitzen. Du hast es mir gegeben. Dir, Herr, gebe ich es zurück. Alles ist Dein, verfüge nach Deinem ganzen Willen. Gib mir Deine Liebe und Gnade, denn diese genügen mir“ Ignatius von Loyola, EB 234.